| Ein Beispiel |
| Das
Abenteuer beginnt nach dem Einschiffen im Kieler Hafen, im Herzen der
Stadt Kiel, unter kundiger Anleitung der Schiffsbesatzung mit dem Setzen
der 250-600 m² Segel. Unter Vollzeug - wenn die Wetterlage dieses erlaubt
- segeln Sie nun vorbei an den Werftbetrieben des Ostufers, dem Marinehafen
auf Backbord-Seite sowie den Eingangsschleusen der am meisten befahrenen
Seeschifffahrtsstraße der Welt, dem Nord-Ostsee-Kanal. Dort schließt
sich der Flughafen mit der Seaking- Hubschrauberstaffel für die Seenotrettung
an, dieser folgend die Werftbetriebe des Westufers. Nach dem Passieren der engsten Fahrwasserstelle, dem Leuchtfeuer von Friedrichsort, befinden Sie sich querab der als Laboer Ehrenmal bekannten Marine-Gedenkstätte für die Gefallenen beider Kriege; davor, auf dem Strand liegend, das Unterseeboot U 95, einem vom Grunde der skandinavischen Fjorde gehobenem Geschenk der Norweger an die Marinekameradschaft von Kiel. An Backbordseite werden nun auch "Die 3"-Türme des neuen Olympiahafens von Schilksee, dem Mekka der Segler und Treffpunkt internationaler Eliten des Segelsports sichtbar. Sind Sie schon einmal in der Bauernstube gewesen, oder haben im Sailors Pub mit dem neuen Chef des alten Admirals-Cuppers "PINTA" "gereest"? Kein Wunder, beherbergen die großen, darunter liegenden Räume nicht nur die Boote und Schiffe des bundesdeutschen Leistungszentrums, sondern auch die Ausbildungs- und Übernachtungsstätten interessierter Projektgruppen aus dem In- und Ausland. Voraus der rotweiß-gestreifte Wächter zum Eingangstor nach Eckernförde und Kiel mit der Seelotsenstation, das Leuchtfeuer von Kiel, heute noch fälschlicherweise Feuerschiff Kiel genannt (da war mal eins). Sie sind schon mehr als 3 Stunden unterwegs. Jetzt, im freien Seeraum, wird der Kapitän Sie mit seinem Schiff noch einmal voll aufdrehen lassen - keine Angst, Ihr Bufett bleibt auf dem Tisch - bevor er die Fahrwasserseite wechselt und in die Strander Bucht, vorbei an den Marine-Funkstellenmasten und zurück in die Innenförde segelt. Sind Sie schon einmal am Spätabend in die Skyline einer großen Hafenstadt gefahren, über sich den sternenklaren Himmel, nur unterbrochen durch das Rigg des Schiffes? Mit Blick ins Kielwasser verlieren Sie für Stunden, vielleicht sogar für ein paar Tage Sorgen und Alltagsstress, erleben das Gefühl, Teil einer Unendlichkeit zu sein, werden Sie stolz und empfinden Sie Schmerz zugleich. Kommen Sie mit, fahren Sie mit Ihrer Familie, Freunden, Kollegen am Arbeitsplatz, Mitarbeiter und Geschäftsfreunde. Gehen Sie Ruder, schauen Sie dem Kapitän bei seiner Navigation über die Schulter, wirken Sie mit beim Setzen oder Bergen der Segel, relaxen oder faulenzen Sie einfach in den Tag hinein. Dabei lassen Sie sich mit gutem Essen und guten Getränken von den unbekannteren Seiten des Lebens verwöhnen. Wer weiß, wenn nicht heute und doch, vielleicht schon morgen sind Sie wieder dabei. Bei einer Wochenendreise oder einer Wochenfahrt zwischen den Meeren, wenn der Bootsmann pfeift und singt: "Alle Mann an Deck. Hol auf Anker, ein und fest. Leinen los und ein. Segel klarmachen zum Setzen". |
| Aktualisiert: 23. Februar 2012 © Ausgabe 2012 Info zu allen Themen BALTIC-YACHTSERVICE Zimmermann e. K., Kiel Rostock |